Juli 2026

Juli 2026

Liquid Metal IPA – Brauerei Wacken, (5,3% Alc.)

Anlässlich des Wacken Festivals, präsentiere ich heute das „Liquid Metal IPA“ – Bier, von der Wacken-Brauerei. Die Brauerei wurde 2016 im Umfeld des weltbekannten Wacken Open Air gegründet und versteht sich als handwerkliche Ergänzung zur Metal‑Kultur: charakterstark, kompromisslos und mit klarer Identität. Das „Liquid Metal IPA“ entstand als aromatische Hommage an die Energie des Festivals und zeigt eindrucksvoll, wie moderne Hopfenkunst und traditionelles Brauhandwerk zusammenfinden.

Im Glas präsentiert sich das IPA (India Pale Ale) kräftig bernsteinfarben mit einer stabilen, cremigen Schaumkrone. In der Nase dominieren tropische Früchte wie Mango und Maracuja, begleitet von Grapefruit, harzigen Piniennoten und einer feinen karamelligen Malzbasis. Am Gaumen zeigt sich das IPA vollmundig und aromatisch: tropische Fruchtaromen treffen auf Zitrusfrische, getragen von einer präsenten, aber harmonischen Bittere. Die Resenz passt optimal zum Körper des Bieres. Der Abgang ist lang, trocken und angenehm hopfenbetont – ein Finish, das die Handschrift der Brauerei klar erkennen lässt. 

Kulinarisch passt das Liquid Metal IPA hervorragend zu kräftigen Speisen wie Burgern, BBQ‑Gerichten, scharfer asiatischer Küche oder gereiften Hartkäsen. Aber am besten eignet es sich für Rock‑ und Metal‑Abende.

Juni 2026

Juni 2026

Insel Brauerei Rügen – Spritz Bier-Mix, (10,5% Alc.)

Nachdem ich bei fast jedem Biertastig, inzwischen einen Biercocktail präsentiere, beschreibe ich heute ein Biermischgetränk, der Brauerei Rügen, dass optimal in diese Jahreszeit passt. Die Brauerei Rügen gehört zu dem jungen, kreativen Craftbier Manufakturen Deutschlands, die traditionelle Braukunst mit moderner Eleganz verbinden. Mit ihrer Serie „Quadriga Biere Brut“ (es gibt hier auch weitere interessante Biere) verfolgt sie das Ziel, Bier als festliches Genussgetränk neu zu interpretieren. Diese Biere sind hochvergoren, prickelnd und mit einer weinähnlichen Geschmacksrichtung. Der „Spritz Bier Mix“ ist eine interessante Variante dieser Linie und verbindet die Leichtigkeit eines italienischen Aperitifs mit der tragenden Tiefe eines Brut Bieres.
Im Glas zeigt sich das Bier hellgolden und klar, begleitet von einer feinen, champagnerartigen Perlage und einem feinporigen, flüchtigen Schaum. In der Nase entfaltet sich ein elegantes Aromen Spiel aus frischen Zitrusnoten, Orangenschale, mediterranen Kräutern und einer floralen Note, die an Holunderblüte erinnert. Am Gaumen präsentiert sich der Spritz Bier Mix trocken, aber spritzig und leicht. Er ist geprägt von Zitrus, Orange und einem Hauch Bitterorange, während die schlanke Textur an einen Aperitif zwischen Bier und Schaumwein erinnert. Der Abgang ist klar, frisch und angenehm bitter, mit einem eleganten, trockenen Nachhall.
Kulinarisch harmoniert dieses Bier hervorragend mit mediterranen Vorspeisen, frischen Salaten oder leichten Fischgerichten. Als Aperitif eignet es sich besonders gut für Sommerabende, Gartenpartys oder begeistert Genießer, die ein spritziges, modernes Bier mit weinähnlicher Finesse schätzen.

Mai 2026

Mai 2026

Bier des Monats – PATER 11 (Cerna Hora, Tschechien)

Die Wurzeln des PATER 11 liegen in der traditionsreichen Brauerei Černá Hora, deren Geschichte bis ins Jahr 1530 zurückreicht und sie zu einer der ältesten durchgehend betriebenen Braustätten Tschechiens macht. Das PATER 11 entstand als moderne Interpretation klassischer tschechischer Biere – ein bernsteinfarbenes Elfer-Spezial, das die historische Brauphilosophie mit zeitgemäßem Geschmacksempfinden verbindet.

Im Aussehen präsentiert sich das PATER 11 in einem warmen, klaren Bernsteinton mit kupfernen Reflexen. Die feinporige, cremige Schaumkrone haftet relativ stabil am Glas Bereits im Geruch entfaltet sich ein harmonisches Zusammenspiel aus karamelliger Süße, frischem Brotkrustenaroma und einer dezenten Hopfenblume, die an Kräuter und leichte Würze erinnert.

Der Geschmack zeigt sich vollmundig (trotz „nur“ 4,4% Alc.) und ausgewogen: Weiche Karamellnoten treffen auf eine angenehm malzige Tiefe, begleitet von einer milden, typisch tschechischen Hopfenbittere. Die Balance zwischen Süße und Würze macht das Bier zugänglich und dennoch charakterstark. Es tritt aber auch eine leichte Butternote auf, welche für viele Tschechische Biere typisch und erwünscht sind.

Im Abgang klingt das PATER 11 rund und sauber aus – mit einer leicht kratzigen Bitteren, die kurz vorhanden ist, aber nicht zu dominant rüberkommt. Ein süffiges Bier aus Tschechien, was sich klar von den deutschen Bieren unterscheidet.

Kulinarisch harmoniert dieses Bier hervorragend mit gegrilltem Schwein, Brathendl, würzigen Bratkartoffeln, böhmischen Knödelgerichten oder mild gereiftem Käse.

April 2026

April 2026

Holy Cowl – CraftWerk Brewing – (9,0% Alc.)

Die Geschichte von CraftWerk Brewing beginnt als Experiment innerhalb der Bitburger Braugruppe. Eine kleine, kreative Brauschmiede, die sich ganz der modernen Interpretation internationaler Bierstile verschrieben hat. Mit handwerklichem Geschick und traditioneller Braukunst, entstanden eine Reihe besonderer Biere, die sich bewusst vom klassischen deutschen Mainstream abheben. Eins dieser Biere will ich heute vorstellen. Das Tripel „Holy Cowl“, eine Anlehnung an belgische Klosterbiere.
Im Glas zeigt sich Holy Cowl in einem leuchtenden Goldton mit warmen Bernsteinreflexen, brillant klar und von einer lebhaften Perlage durchzogen. Der mittelporige, weiße Schaum steht stabil und verleiht dem Bier eine elegante, Ausstrahlung. In der Nase entfaltet sich ein vielschichtiges Aromenspiel aus reifen gelben Früchten wie Birne, Aprikose und Banane, begleitet von Hefenoten, Karamell und einem Hauch Vanille. Eine leichte Honigsüße runden das Bouquet ab und verleihen ihm eine warme, einladende Tiefe.
Am Gaumen präsentiert sich das Tripel vollmundig und weich. Fruchtige Ester verbinden sich mit einer feinen malzigen Süße, während Noten von Honig, hellem Karamell und Steinfrüchten den Mittelteil prägen. Die Hopfenbittere ist präsent, aber elegant eingebunden und sorgt für Struktur, ohne die Balance zu stören. Die typische alkoholische Wärme eines Tripels ist spürbar, jedoch ist diese gut integriert und verleiht dem Bier einen vollmundigen und kraftvolle, Geschmack. Der Abgang ist trocken, würzig und lang anhaltend: Fruchtige Nuancen klingen nach, begleitet von einer feinen Bitteren und einem warmen, klaren Finish, das noch lange präsent bleibt.
Holy Cowl ist ein Bier für besondere Momente, für festliche Abende, für kulinarische Menüs, oder als Abschluss-Bier nach einem schönen Abend. Es ist kein Durstlöscher, sondern ein Genussbier.

März 2026

März 2026

IPA – James Farm Brewery – (7,0% Alc.)

In der Welt der Biersommeliers suchen wir immer nach dem Besonderen – nach Bieren, die eine Geschichte erzählen. Mein Weg führte mich kürzlich hoch in den Norden zur „James Farm Brewery“ in Flensburg. Hier wird ein spannendes Konzept gelebt: Die Brauerei ist Teil der James Farm, die als moderner Landwirtschaftsbetrieb hochwertige regionale Lebensmittel von Fleisch und Wurst bis hin zu Käse produziert. Das Credo der Brauerei ist so konsequent wie sympathisch: Echtes Handwerk für die Region. Geliefert wird nur im Umkreis von ca. 100 Meilen (lt. Internet). Wer also im Norden unterwegs ist, sollte die Augen nach den „FARM REBLS“ offenhalten. 

Wir hatten das Privileg, eine Brauereiführung mit Brauer Jonathan zu erleben. Das Highlight: Wir durften ein kommendes IPA (Richtung West Coast) direkt aus dem Zwickelhahn probieren. Obwohl das Bier zum Zeitpunkt der Verkostung noch etwa zwei Wochen Reifezeit vor sich hatte, war das Potenzial dieses Suds bereits jetzt beeindruckend.

Im aktuellen Stadium präsentiert sich das IPA naturtrüb direkt aus dem Lagertank in einem einladenden Goldgelb. In der Nase entfaltet sich ein vielschichtiger Kontrast. Einem tropischen Fruchtcocktail aus reifer Mango und Aprikose stehen spritzige Noten von Zitrus und Grapefruit gegenüber. Ergänzt wird dieses Bukett durch die für den Stil so typischen, leicht erdigen Aromen. Der Antrunk ist lebendig und stark fruchtbetont. Die exotischen Früchte, die die Nase versprochen hat, spiegeln sich direkt am Gaumen wider. Schnell gesellt sich die erwartete, charaktervolle Hopfenbittere hinzu. Mit ca. 7,0 % vol. Alkohol besitzt das Bier ein kräftiges, stabiles Fundament, wirkt aber durch seine Spritzigkeit niemals schwerfällig. Das Finish ist angenehm trocken. Diese Trockenheit balanciert die Fruchtsüße perfekt aus, sorgt für eine hohe „Drinkability“ und regt sofort zum nächsten Schluck an.

Dieses IPA der James Farm Brewery ist schon jetzt ein Genuss für Liebhaber hopfenbetonter Biere. Es demonstriert eindrucksvoll die Balance zwischen intensiver Frucht und markanter Bittere. Ein regionales Highlight, das zeigt, wie modern norddeutsche Braukunst sein kann.

Februar 2026

Februar 2026

Pfaffengold – Brauerei Stöttner – (6,1% Alc.)

Heute stelle ich euch das Festbier „Paffengold“ von der Brauerei Stöttner vor. Die Brauerei Stöttner aus Pfaffenberg in Niederbayern blickt auf eine lange Tradition zurück. Die Braustätte wurde 1832 gebaut, seitdem wird hier Bier gebraut, bis heute befindet sich die Brauerei in Familienbesitz.

Das Bier präsentiert sich im Glas in einem goldgelben Farbton, der seinem Namen alle Ehre macht. Ein klares Bier, der Schaum ist feinporig, weiß und von guter Stabilität.

In der Nase entfaltet sich ein harmonisches, mildes Aromenspiel. Leichte Malznoten erinnern an frisches Weißbrot und helle Getreidefelder. Dazu gesellt sich eine feine Hopfenblume mit floralen und leicht grasigen Akzenten. Ein bisschen Karamell und eine dezente Kräuternote runden das Bouquet ab.

Der Antrunk ist weich, rund und malzbetont. Noten von hellem Brot, Getreide und einem Hauch Honig prägen den ersten Eindruck. Im Mittelteil zeigt sich eine feine, elegante Hopfenbittere, die dem Bier Struktur verleiht, ohne dominant zu werden. Pfaffengold wirkt ausgewogen, süffig und angenehm vollmundig. Die 6,1% Alkohol kann das Bier sehr gut verbergen.

Der Abgang ist mild, klar und harmonisch. Eine dezente Bittere klingt kurz nach, begleitet von einem feinem, getreidigen Nachhall. Das Finish ist sauber, trocken und regt zum Nachtrunk an.

Das Bier passt hervorragend zu typischen deftigen bayerischen Essen.

Januar 2026

Januar 2026

333 – Brauerei Eichhofen – (<0,5% Alc.)

Zum Jahresstart stelle ich euch heute ein alkoholfreies Bier der Brauerei Eichhofen vor. Das 333 wurde zum 333‑jährigen Jubiläum der Schlossbrauerei Eichhofen eingebraut. Die Brauerei, gegründet im 17. Jahrhundert im Labertal nahe Regensburg, ist bis heute ein unabhängiger Familienbetrieb. Sie steht für handwerkliche Qualität, regionale Rohstoffe und gelebte bayerische Braukultur. Mit dem 333 brachte die Brauerei ihr erstes alkoholfreies Helles auf den Markt. Ein modernes Produkt, das die jahrhundertealte Brautradition Eichhofens zeitgemäß interpretiert.

Das Eichhofener 333 präsentiert sich im Glas in einem hellen, strohgelben Farbton mit einer leichten, natürlichen Trübung. Der weiße, feinporige Schaum steht stabil und verleiht dem Bier eine einladende, handwerkliche Optik. In der Nase dominieren frische, helle Malznoten, die an Brotkruste und vor allem an Getreide erinnern. Eine feine, grasige Note, sowie dezente Zitrus- und Kräuterakzente verleihen dem Bouquet eine gewisse Leichtigkeit. Der Antrunk ist weich und malzbetont, mit Noten von hellem Brot, Getreide und einem Hauch Honigsüße. Eine feine Hopfenbittere sorgt für Struktur und Frische. Trotz alkoholfreier Brauart wirkt das Bier rund, ausgewogen und authentisch. Eine leichte zitronige Frische erhöht den Trinkfluss und macht das 333 zu einem idealen Durstlöscher. Der Abgang ist klar, trocken und angenehm mild. Eine dezente Bittere bleibt kurz auf der Zunge, begleitet von einem frischen, getreidigen Nachhall. Das Finish ist sauber und unkompliziert.

Das Bier passt ausgezeichnet zum Obazdn und zu milden Käsevariationen, sowie zu frischen Salaten und Geflügelgerichten wie Hähnchen oder Pute.

Dezember 2025

Dezember 2025

Bush Noël – Brasserie Dubuisson – (12% Alc.)

Bush Noël ist ein sehr interessantes Bier speziell für Weihnachten und die Tage danach! Die Brasserie Dubuisson, gegründet 1769, ist eine der ältesten unabhängigen Brauereien Belgiens und seit über acht Generationen in Familienbesitz. Sie ist bekannt für ihre starken, charaktervollen Biere, allen voran die Bush-Serie, die zu den stärksten klassischen belgischen Bieren zählt.

Das Bier präsentiert sich im Glas in einem tiefen, warmen Kupferton. Die leichte Trübung verleiht dem Bier eine natürliche, handwerkliche Ausstrahlung. Der Schaum ist cremefarben, feinporig und von mittlerer Stabilität – ein eleganter Kontrast zur satten Farbe des Bieres. Bereits beim Einschenken steigen weihnachtliche Aromen auf, die den Charakter dieses Winterbieres sofort erahnen lassen.

In der Nase entfaltet sich ein intensives Bouquet. Dunkle Trockenfrüchte wie Feigen und Rosinen verbinden sich mit Noten von Karamell und kandiertem Zucker. Dazu gesellen sich würzige Akzente von Zimt, Nelke und einem Hauch gebrannte Mandeln.

Am Gaumen zeigt sich Bush Noël vollmundig und kraftvoll, getragen von einer ausgeprägten malzigen Süße, die an Toffee, Honig und braunen Zucker erinnert. Rasch entfalten sich fruchtige Komponenten – reife Pflaumen, dunkle Beeren und ein Hauch Orangenschale – die dem Bier eine elegante Tiefe verleihen. Die 12 % vol. Alkohol sind präsent, aber hervorragend eingebunden und sorgen für eine wärmende, fast likörartige Fülle. Eine feine, würzige Bittere setzt einen harmonischen Gegenpol zur Süße und führt das Bier in ein ausgewogenes Geschmacksprofil.

Der Abgang ist lang, warm und aromatisch. Karamell, Gewürze und dunkle Früchte hallen nach, begleitet von einer hopfigen Bitterkeit, die das Bier trocken und klar ausklingen lässt. Die Wärme bleibt noch eine Weile bestehen und macht Bush Noël zu einem idealen Begleiter für kalte Winterabende.

November 2025

November 2025

Lupulus Blonde – Brasserie Lupulus – (8,5% Alc.)

Heute stelle ich euch ein weiteres belgisches Bier vor, um zu zeigen, wie vielfältig die belgische Bierkultur ist, nämlich das Lupulus Blonde von der gleichnamigen Brasserie. Die Brauerei wurde 2007 von Pierre Gobron im Ardenner Dorf Courtil gegründet. Lupulus Blonde war das erste Bier der Brauerei und wurde zunächst in Champagnerflaschen und Fässern angeboten. Der Name „Lupulus“ verweist sowohl auf die Hopfenpflanze (Humulus lupulus) als auch auf den Wolf (Canis lupus), der die Etiketten ziert. Heute gehört die Brauerei zu den „Belgian Family Brewers“ und exportiert ihre Biere weltweit.

Das Bier zeigt sich im Glas mit einem strohgelben Ton, der von feinen Bernsteinreflexen durchzogen ist. Die Trübung im Glas entsteht durch die Flaschengärung. Ein üppiger, weißer feinporiger Schaum krönt das Bier und bleibt lange (wirklich lange) stabil, während die lebhafte Perlage seine Frische unterstreicht. In der Nase entfaltet sich ein komplexes Aromenspiel. Reife Früchte wie Apfel und Birne verbinden sich mit einem Hauch von grüner Banane, begleitet von subtilen Gewürznoten wie weißem Pfeffer und Thymian. Blumige und grasige Hopfenakzente runden das Bouquet ab und verleihen ihm eine elegante Tiefe.

Am Gaumen zeigt sich das Lupulus Blonde vollmundig und frisch, mit einer feinen malzigen Süße im Antrunk. Schnell treten fruchtige Nuancen hervor, die von einer klaren, aber harmonischen Hopfenbittere getragen werden. Der Körper ist kräftig und ausgewogen, mit der passenden Resenz, die die Komplexität unterstreicht, ohne aufdringlich zu wirken. Der Abgang ist trocken und würzig, geprägt von einer angenehmen Bitterkeit, die lange nachhallt und das Bier mit einem erfrischenden, klaren Finish beschließt.

Kulinarisch harmoniert Lupulus Blonde besonders gut mit geräuchertem Schinken, kräftigen Käsesorten oder würzigen Geflügelgerichten!

Oktober 2025

Oktober 2025

Paix Dieu – Brasserie Caulier – (10,0% Alc.)

Heute stelle ich euch das Paix Dieu von der Brasserie Caulier aus Belgien vor. Die Brasserie Caulier ist eine Familienbrauerei aus Péruwelz, die seit über 25 Jahren sehr interessante und spezielle Biere brauen. Ursprünglich wurde das Bier in der gleichnamigen Abtei gebraut, in dieser der Mondkalender eine zentrale Rolle spielte. Diese Tradition lebt weiter, da die Brasserie Caulier ihr Paix Dieu ausschließlich bei Vollmond braut. Laut Internet ein Tribut an die spirituelle Herkunft des Bieres.

Im Glas zeigt sich das Bier in einem satten Goldton mit einer leichten natürlichen Trübung meistens ein Zeichen von natürlicher brauweise. Die Schaumkrone ist cremig, feinporig und relativ stabil, mit einem bräunlichen Schimmer. Die Textur wirkt ölig und vollmundig, was bereits visuell auf ein intensives Geschmackserlebnis hindeutet.

In der Nase haben wir ein komplexes Aromen Spiel, fruchtige Noten von Kirschen, Trockenbeeren und Zitrusfrüchten treffen auf würzige Akzente von Karamell, Vanille und einem Hauch Pfeffer. Die Hefe bringt ebenfalls noch einen weiteren Geruch ins Spiel, der an einen frischen Hefezopf erinnert.

Am Gaumen entfaltet sich ein vollmundiger Körper mit einer leicht cremigen Textur. Die fruchtig-malzige Süße wird von einer feinen Bitterkeit und würzigen Nuancen begleitet. Die estrigen Hefenoten und eine dezente alkoholische Wärme (bei 10 % Vol. kein Wunder) sorgen für ein komplexes, aber harmonisches Mundgefühl.

Der Abgang ist lang, warm und nun kommt auch zum ersten Mal eine leichte Bittere ins Spiel, gepaart mit Karamell und Trockenbeeren. Die ölige Textur bleibt präsent und regt zum Nachtrunk an.

Das Paix Dieu harmoniert wunderbar mit kräftigem Käse, passt aber auch sehr gut zu würzigen Gerichten. Ebenfalls passt es ausgezeichnet zu Nachspeisen, wie Crème brûlée, oder auch Tiramisu.

Ein Bier für nicht alltägliche Momente!