April 2026

April 2026

Holy Cowl – CraftWerk Brewing – (9,0% Alc.)

Die Geschichte von CraftWerk Brewing beginnt als Experiment innerhalb der Bitburger Braugruppe. Eine kleine, kreative Brauschmiede, die sich ganz der modernen Interpretation internationaler Bierstile verschrieben hat. Mit handwerklichem Geschick und traditioneller Braukunst, entstanden eine Reihe besonderer Biere, die sich bewusst vom klassischen deutschen Mainstream abheben. Eins dieser Biere will ich heute vorstellen. Das Tripel „Holy Cowl“, eine Anlehnung an belgische Klosterbiere.
Im Glas zeigt sich Holy Cowl in einem leuchtenden Goldton mit warmen Bernsteinreflexen, brillant klar und von einer lebhaften Perlage durchzogen. Der mittelporige, weiße Schaum steht stabil und verleiht dem Bier eine elegante, Ausstrahlung. In der Nase entfaltet sich ein vielschichtiges Aromenspiel aus reifen gelben Früchten wie Birne, Aprikose und Banane, begleitet von Hefenoten, Karamell und einem Hauch Vanille. Eine leichte Honigsüße runden das Bouquet ab und verleihen ihm eine warme, einladende Tiefe.
Am Gaumen präsentiert sich das Tripel vollmundig und weich. Fruchtige Ester verbinden sich mit einer feinen malzigen Süße, während Noten von Honig, hellem Karamell und Steinfrüchten den Mittelteil prägen. Die Hopfenbittere ist präsent, aber elegant eingebunden und sorgt für Struktur, ohne die Balance zu stören. Die typische alkoholische Wärme eines Tripels ist spürbar, jedoch ist diese gut integriert und verleiht dem Bier einen vollmundigen und kraftvolle, Geschmack. Der Abgang ist trocken, würzig und lang anhaltend: Fruchtige Nuancen klingen nach, begleitet von einer feinen Bitteren und einem warmen, klaren Finish, das noch lange präsent bleibt.
Holy Cowl ist ein Bier für besondere Momente, für festliche Abende, für kulinarische Menüs, oder als Abschluss-Bier nach einem schönen Abend. Es ist kein Durstlöscher, sondern ein Genussbier.

März 2026

März 2026

IPA – James Farm Brewery – (7,0% Alc.)

In der Welt der Biersommeliers suchen wir immer nach dem Besonderen – nach Bieren, die eine Geschichte erzählen. Mein Weg führte mich kürzlich hoch in den Norden zur „James Farm Brewery“ in Flensburg. Hier wird ein spannendes Konzept gelebt: Die Brauerei ist Teil der James Farm, die als moderner Landwirtschaftsbetrieb hochwertige regionale Lebensmittel von Fleisch und Wurst bis hin zu Käse produziert. Das Credo der Brauerei ist so konsequent wie sympathisch: Echtes Handwerk für die Region. Geliefert wird nur im Umkreis von ca. 100 Meilen (lt. Internet). Wer also im Norden unterwegs ist, sollte die Augen nach den „FARM REBLS“ offenhalten. 

Wir hatten das Privileg, eine Brauereiführung mit Brauer Jonathan zu erleben. Das Highlight: Wir durften ein kommendes IPA (Richtung West Coast) direkt aus dem Zwickelhahn probieren. Obwohl das Bier zum Zeitpunkt der Verkostung noch etwa zwei Wochen Reifezeit vor sich hatte, war das Potenzial dieses Suds bereits jetzt beeindruckend.

Im aktuellen Stadium präsentiert sich das IPA naturtrüb direkt aus dem Lagertank in einem einladenden Goldgelb. In der Nase entfaltet sich ein vielschichtiger Kontrast. Einem tropischen Fruchtcocktail aus reifer Mango und Aprikose stehen spritzige Noten von Zitrus und Grapefruit gegenüber. Ergänzt wird dieses Bukett durch die für den Stil so typischen, leicht erdigen Aromen. Der Antrunk ist lebendig und stark fruchtbetont. Die exotischen Früchte, die die Nase versprochen hat, spiegeln sich direkt am Gaumen wider. Schnell gesellt sich die erwartete, charaktervolle Hopfenbittere hinzu. Mit ca. 7,0 % vol. Alkohol besitzt das Bier ein kräftiges, stabiles Fundament, wirkt aber durch seine Spritzigkeit niemals schwerfällig. Das Finish ist angenehm trocken. Diese Trockenheit balanciert die Fruchtsüße perfekt aus, sorgt für eine hohe „Drinkability“ und regt sofort zum nächsten Schluck an.

Dieses IPA der James Farm Brewery ist schon jetzt ein Genuss für Liebhaber hopfenbetonter Biere. Es demonstriert eindrucksvoll die Balance zwischen intensiver Frucht und markanter Bittere. Ein regionales Highlight, das zeigt, wie modern norddeutsche Braukunst sein kann.

Februar 2026

Februar 2026

Pfaffengold – Brauerei Stöttner – (6,1% Alc.)

Heute stelle ich euch das Festbier „Paffengold“ von der Brauerei Stöttner vor. Die Brauerei Stöttner aus Pfaffenberg in Niederbayern blickt auf eine lange Tradition zurück. Die Braustätte wurde 1832 gebaut, seitdem wird hier Bier gebraut, bis heute befindet sich die Brauerei in Familienbesitz.

Das Bier präsentiert sich im Glas in einem goldgelben Farbton, der seinem Namen alle Ehre macht. Ein klares Bier, der Schaum ist feinporig, weiß und von guter Stabilität.

In der Nase entfaltet sich ein harmonisches, mildes Aromenspiel. Leichte Malznoten erinnern an frisches Weißbrot und helle Getreidefelder. Dazu gesellt sich eine feine Hopfenblume mit floralen und leicht grasigen Akzenten. Ein bisschen Karamell und eine dezente Kräuternote runden das Bouquet ab.

Der Antrunk ist weich, rund und malzbetont. Noten von hellem Brot, Getreide und einem Hauch Honig prägen den ersten Eindruck. Im Mittelteil zeigt sich eine feine, elegante Hopfenbittere, die dem Bier Struktur verleiht, ohne dominant zu werden. Pfaffengold wirkt ausgewogen, süffig und angenehm vollmundig. Die 6,1% Alkohol kann das Bier sehr gut verbergen.

Der Abgang ist mild, klar und harmonisch. Eine dezente Bittere klingt kurz nach, begleitet von einem feinem, getreidigen Nachhall. Das Finish ist sauber, trocken und regt zum Nachtrunk an.

Das Bier passt hervorragend zu typischen deftigen bayerischen Essen.

Januar 2026

Januar 2026

333 – Brauerei Eichhofen – (<0,5% Alc.)

Zum Jahresstart stelle ich euch heute ein alkoholfreies Bier der Brauerei Eichhofen vor. Das 333 wurde zum 333‑jährigen Jubiläum der Schlossbrauerei Eichhofen eingebraut. Die Brauerei, gegründet im 17. Jahrhundert im Labertal nahe Regensburg, ist bis heute ein unabhängiger Familienbetrieb. Sie steht für handwerkliche Qualität, regionale Rohstoffe und gelebte bayerische Braukultur. Mit dem 333 brachte die Brauerei ihr erstes alkoholfreies Helles auf den Markt. Ein modernes Produkt, das die jahrhundertealte Brautradition Eichhofens zeitgemäß interpretiert.

Das Eichhofener 333 präsentiert sich im Glas in einem hellen, strohgelben Farbton mit einer leichten, natürlichen Trübung. Der weiße, feinporige Schaum steht stabil und verleiht dem Bier eine einladende, handwerkliche Optik. In der Nase dominieren frische, helle Malznoten, die an Brotkruste und vor allem an Getreide erinnern. Eine feine, grasige Note, sowie dezente Zitrus- und Kräuterakzente verleihen dem Bouquet eine gewisse Leichtigkeit. Der Antrunk ist weich und malzbetont, mit Noten von hellem Brot, Getreide und einem Hauch Honigsüße. Eine feine Hopfenbittere sorgt für Struktur und Frische. Trotz alkoholfreier Brauart wirkt das Bier rund, ausgewogen und authentisch. Eine leichte zitronige Frische erhöht den Trinkfluss und macht das 333 zu einem idealen Durstlöscher. Der Abgang ist klar, trocken und angenehm mild. Eine dezente Bittere bleibt kurz auf der Zunge, begleitet von einem frischen, getreidigen Nachhall. Das Finish ist sauber und unkompliziert.

Das Bier passt ausgezeichnet zum Obazdn und zu milden Käsevariationen, sowie zu frischen Salaten und Geflügelgerichten wie Hähnchen oder Pute.

Dezember 2025

Dezember 2025

Bush Noël – Brasserie Dubuisson – (12% Alc.)

Bush Noël ist ein sehr interessantes Bier speziell für Weihnachten und die Tage danach! Die Brasserie Dubuisson, gegründet 1769, ist eine der ältesten unabhängigen Brauereien Belgiens und seit über acht Generationen in Familienbesitz. Sie ist bekannt für ihre starken, charaktervollen Biere, allen voran die Bush-Serie, die zu den stärksten klassischen belgischen Bieren zählt.

Das Bier präsentiert sich im Glas in einem tiefen, warmen Kupferton. Die leichte Trübung verleiht dem Bier eine natürliche, handwerkliche Ausstrahlung. Der Schaum ist cremefarben, feinporig und von mittlerer Stabilität – ein eleganter Kontrast zur satten Farbe des Bieres. Bereits beim Einschenken steigen weihnachtliche Aromen auf, die den Charakter dieses Winterbieres sofort erahnen lassen.

In der Nase entfaltet sich ein intensives Bouquet. Dunkle Trockenfrüchte wie Feigen und Rosinen verbinden sich mit Noten von Karamell und kandiertem Zucker. Dazu gesellen sich würzige Akzente von Zimt, Nelke und einem Hauch gebrannte Mandeln.

Am Gaumen zeigt sich Bush Noël vollmundig und kraftvoll, getragen von einer ausgeprägten malzigen Süße, die an Toffee, Honig und braunen Zucker erinnert. Rasch entfalten sich fruchtige Komponenten – reife Pflaumen, dunkle Beeren und ein Hauch Orangenschale – die dem Bier eine elegante Tiefe verleihen. Die 12 % vol. Alkohol sind präsent, aber hervorragend eingebunden und sorgen für eine wärmende, fast likörartige Fülle. Eine feine, würzige Bittere setzt einen harmonischen Gegenpol zur Süße und führt das Bier in ein ausgewogenes Geschmacksprofil.

Der Abgang ist lang, warm und aromatisch. Karamell, Gewürze und dunkle Früchte hallen nach, begleitet von einer hopfigen Bitterkeit, die das Bier trocken und klar ausklingen lässt. Die Wärme bleibt noch eine Weile bestehen und macht Bush Noël zu einem idealen Begleiter für kalte Winterabende.

November 2025

November 2025

Lupulus Blonde – Brasserie Lupulus – (8,5% Alc.)

Heute stelle ich euch ein weiteres belgisches Bier vor, um zu zeigen, wie vielfältig die belgische Bierkultur ist, nämlich das Lupulus Blonde von der gleichnamigen Brasserie. Die Brauerei wurde 2007 von Pierre Gobron im Ardenner Dorf Courtil gegründet. Lupulus Blonde war das erste Bier der Brauerei und wurde zunächst in Champagnerflaschen und Fässern angeboten. Der Name „Lupulus“ verweist sowohl auf die Hopfenpflanze (Humulus lupulus) als auch auf den Wolf (Canis lupus), der die Etiketten ziert. Heute gehört die Brauerei zu den „Belgian Family Brewers“ und exportiert ihre Biere weltweit.

Das Bier zeigt sich im Glas mit einem strohgelben Ton, der von feinen Bernsteinreflexen durchzogen ist. Die Trübung im Glas entsteht durch die Flaschengärung. Ein üppiger, weißer feinporiger Schaum krönt das Bier und bleibt lange (wirklich lange) stabil, während die lebhafte Perlage seine Frische unterstreicht. In der Nase entfaltet sich ein komplexes Aromenspiel. Reife Früchte wie Apfel und Birne verbinden sich mit einem Hauch von grüner Banane, begleitet von subtilen Gewürznoten wie weißem Pfeffer und Thymian. Blumige und grasige Hopfenakzente runden das Bouquet ab und verleihen ihm eine elegante Tiefe.

Am Gaumen zeigt sich das Lupulus Blonde vollmundig und frisch, mit einer feinen malzigen Süße im Antrunk. Schnell treten fruchtige Nuancen hervor, die von einer klaren, aber harmonischen Hopfenbittere getragen werden. Der Körper ist kräftig und ausgewogen, mit der passenden Resenz, die die Komplexität unterstreicht, ohne aufdringlich zu wirken. Der Abgang ist trocken und würzig, geprägt von einer angenehmen Bitterkeit, die lange nachhallt und das Bier mit einem erfrischenden, klaren Finish beschließt.

Kulinarisch harmoniert Lupulus Blonde besonders gut mit geräuchertem Schinken, kräftigen Käsesorten oder würzigen Geflügelgerichten!

Oktober 2025

Oktober 2025

Paix Dieu – Brasserie Caulier – (10,0% Alc.)

Heute stelle ich euch das Paix Dieu von der Brasserie Caulier aus Belgien vor. Die Brasserie Caulier ist eine Familienbrauerei aus Péruwelz, die seit über 25 Jahren sehr interessante und spezielle Biere brauen. Ursprünglich wurde das Bier in der gleichnamigen Abtei gebraut, in dieser der Mondkalender eine zentrale Rolle spielte. Diese Tradition lebt weiter, da die Brasserie Caulier ihr Paix Dieu ausschließlich bei Vollmond braut. Laut Internet ein Tribut an die spirituelle Herkunft des Bieres.

Im Glas zeigt sich das Bier in einem satten Goldton mit einer leichten natürlichen Trübung meistens ein Zeichen von natürlicher brauweise. Die Schaumkrone ist cremig, feinporig und relativ stabil, mit einem bräunlichen Schimmer. Die Textur wirkt ölig und vollmundig, was bereits visuell auf ein intensives Geschmackserlebnis hindeutet.

In der Nase haben wir ein komplexes Aromen Spiel, fruchtige Noten von Kirschen, Trockenbeeren und Zitrusfrüchten treffen auf würzige Akzente von Karamell, Vanille und einem Hauch Pfeffer. Die Hefe bringt ebenfalls noch einen weiteren Geruch ins Spiel, der an einen frischen Hefezopf erinnert.

Am Gaumen entfaltet sich ein vollmundiger Körper mit einer leicht cremigen Textur. Die fruchtig-malzige Süße wird von einer feinen Bitterkeit und würzigen Nuancen begleitet. Die estrigen Hefenoten und eine dezente alkoholische Wärme (bei 10 % Vol. kein Wunder) sorgen für ein komplexes, aber harmonisches Mundgefühl.

Der Abgang ist lang, warm und nun kommt auch zum ersten Mal eine leichte Bittere ins Spiel, gepaart mit Karamell und Trockenbeeren. Die ölige Textur bleibt präsent und regt zum Nachtrunk an.

Das Paix Dieu harmoniert wunderbar mit kräftigem Käse, passt aber auch sehr gut zu würzigen Gerichten. Ebenfalls passt es ausgezeichnet zu Nachspeisen, wie Crème brûlée, oder auch Tiramisu.

Ein Bier für nicht alltägliche Momente!

September 2025

September 2025

Jubiläums LuxusPils – Brauerei Lasser Lörrach – (5,0% Alc.)

Nach einer Woche Urlaub im Schwarzwald möchte ich euch heute ein Bier aus dieser Region vorstellen. Es gibt im Schwarzwald sehr viele gute Biere von den verschiedensten Brauereien. Ich habe mir das Jubiläums LuxusPils der Brauerei Lasser aus Lörrach ausgesucht, um es hier zu präsentieren.

Das Pils wurde eigens zum 175-jährigen Firmenjubiläum der Brauerei Lasser kreiert, als Dankeschön an eine bewegte Brauereigeschichte (seit 1850), den Familiengeist und regionaler Verbundenheit. Der Name „LuxusPils“ steht dabei für die veredelte, naturtrübe Variante des beliebten Premium-Pilses. Hinter dem Bier steht eine beeindruckende Familiengeschichte, die 1858 mit der Familie Lasser begann und heute in der 6. Generation geführt wird.

Bereits beim Einschenken begeistert das LuxusPils mit seinem goldenen Schimmer und einem dichten, feinporigen Schaum, der sich stabil im Glas erhebt. Die naturtrübe Optik verleiht ihm eine handwerkliche Note, die Lust auf mehr macht. In der Nase entfaltet sich ein frisches Aromenspiel aus Hefe und Hopfen, begleitet von leichten Citrusnoten, die an Sommerwiesen und reife Früchte erinnern. Am Gaumen zeigt sich das Bier fein moussierend, mit einem schlanken Körper und einer harmonischen Balance zwischen malziger Sanftheit und hopfiger Frische. Eine ausgewogene Resenz rundet das Bier ab. Der Abgang ist trocken, mit der entsprechenden Hopfenbittere, die angenehm nachhallt.

Kulinarisch lässt sich das Jubiläums LuxusPils vielseitig kombinieren, ob zu Wiener Schnitzel, gebratenen Garnelen, Ziegenkäse, oder einem Zitronensorbet.

August 2025

August 2025

„Infanterist Deifl“ – Schneider Essing – (Alc. 5,3%)

Heute stelle ich euch das „Infanterist Deifl“ der Brauerei Schneider aus Essing vor. Anlässlich meiner Geburtstagsfeier habe ich dieses Bier geschenkt bekommen – und was soll ich sagen: Es ist ein echtes Erlebnis. Das Bier ist nicht nur geschmacklich spannend, sondern hat auch einen historischen Hintergrund. Die Brauerei Schneider liegt in Essing im Altmühltal und braut seit 1640 mit viel Liebe zur Tradition (inzwischen in der 13. Generation). Das „Infanterist Deifl“ wurde zu Ehren eines historischen Infanteristen (Josef Deifl) gebraut. Das Bier selbst ist ein altbayerisches Rotbier – eine seltene Spezialität, die mit verschiedenen Malzsorten (um die Farbe zu erreichen) und mehreren Hopfensorten gebraut wird. Die Flaschengärung sorgt für eine natürliche Reifung und ein lebendiges Mundgefühl.

Das „Infanterist Deifl“ zeigt sich in einem tiefen Rotbraun mit leichtem Kupferstich und einer natürlichen Trübung. Die Schaumkrone ist feinporig, leicht beige und steht wirklich sehr stabil im Glas. Schon beim ersten Schnuppern steigt die süßliche Malznote in die Nase, gepaart mit einer fruchtigen, leicht brotigen Note. Ich habe sofort an Trockenbeeren und Datteln gedacht. Dazu gesellen sich leichte Hefearomen, etwas Banane und eine Spur Karamell.

Der Antrunk ist spritzig und frisch. Die Malzsüße bleibt präsent, aber nicht dominant. Eine leichte Säure sorgt für den Ausgleich, und die Kohlensäure verleiht dem Bier eine angenehme Lebendigkeit. Die fruchtigen Noten bleiben im Hintergrund, während sich wieder die brotigen und auch getreidigen Aromen entfalten.

Im Finish zeigt sich eine leichte Röstbittere, die aber nicht stört, sondern dem Bier eine gewisse Tiefe verleiht. Die Hopfenbittere ist dezent und das Bier verabschiedet sich sanft, aber mit Charakter. Wer Rotbier mag und Lust auf etwas Besonderes hat, sollte dieses Bier unbedingt probieren. Die Essensempfehlung geht klar zur bayerischen deftigen Küche und vor allem zur Brotzeit!

Juli 2025

Juli 2025

Grandpa Plank‘s Weissbier - (4,9% Alc.)

Heute stelle ich euch ein Bier aus dem schönen Labertal vor. Das Bier ist das „Grandpa Plank‘s Weissbier“. Die Brauerei Plank ist für ihre Weißbiere ja schon lange bekannt und ein Garant für gute Biere. Die Brauerei hat eine über 400-jährige Geschichte und wird heute von Michael Plank, in der 16. Generation geführt. Mit 4,9% Alkohol ist dieses Bier leichter als das normale Weißbier der Brauerei. Laut Internet der Brauerei, „Ein tolles Weissbier, dass man aus der Flasche trinkt“.

Ich habe dieses Weißbier trotzdem als erstes aus dem Glas probiert, um es auch dementsprechend zu genießen und zu bewerten.

Das Weißbier präsentiert sich im Glas mit einer stabilen, weißen Schaumkrone, im schönen Kontrast zur goldgelben Farbe. Einladend und typisch für ein klassisches Weißbier. In der Nase habe ich harmonische Gerüche von Banane, Cassis und leicht Citrus, sowie dezente Hefenoten.

Im Mund ist das Bier erfrischend und ausgewogen. Es zeichnet sich durch eine passende Resenz und dezente Süße aus. Das Mundgefühl ist cremig und fast schon schlank für ein Weißbier. Im Hintergrund hat man noch Getreidenoten, die an Weißbrot erinnern.

Weich im Abgang mit einer anhaltenden Fruchtigkeit, verabschiedet sich das Bier und macht Lust auf den nächsten Schluck.

Das Bier passt bestens zu Salaten, Geflügel und generell zu leichten Speisen.

Natürlich habe ich das Bier auch aus der Flasche probiert, und für ein Weißbier, lässt es sich auch gut daraus trinken, nur hat man dann nicht die vollen, großartigen, komplexen Aromen.